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CDU erleidet schwere Wahlniederlagen

Verantwortlicher Autor: Oliver Klas Berlin/Deutschland, 02.10.2026, 17:55 Uhr
Presse-Ressort von: Oliver Klas Bericht 187x gelesen

Berlin/Deutschland [ENA] Die CDU hat bei den Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern deutliche Niederlagen erlitten. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 erreichte sie nach dem vorläufigen Ergebnis 4,9 Prozent der Stimmen und verfehlte damit die Fünf-Prozent-Hürde. Die CDU zog dadurch erstmals bei einer Landtagswahl in einem Bundesland nicht in das Landesparlament ein.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde die AfD mit deutlichem Abstand stärkste Kraft vor der SPD. Auch bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 gewann die AfD klar. Sie erhielt dort 43,8 Prozent der Stimmen, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Die CDU kam auf 17,2 Prozent. Die Wahlergebnisse führten innerhalb der CDU zu Kritik an der politischen Führung und an der Strategie im Umgang mit der AfD. Einzelne CDU-Politiker forderten Konsequenzen bis hin zu einer Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Merz selbst schloss einen Rücktritt jedoch aus.

Ob die Abgrenzung der Union zur AfD, häufig als „Brandmauer“ bezeichnet, den Wahlerfolg der AfD verhindert oder begünstigt hat, lässt sich aus den Wahlergebnissen allein nicht ableiten. Dafür wären weitergehende Untersuchungen zu Wahlmotiven, politischen Themen und anderen Einflussfaktoren erforderlich. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wurde Die Linke nach dem vorläufigen Ergebnis mit 25,7 Prozent der Zweitstimmen erstmals stärkste Kraft. Es folgten die CDU mit 18,8 Prozent, die AfD mit 16,3 Prozent, die Grünen mit 14,3 Prozent und die SPD mit 12,1 Prozent.

Die Partei die Linke, also die Nachfolgepartei der SED, tritt in Berlin unter anderem für eine Auflösung des Berliner Verfassungsschutzes in seiner bisherigen Form, eine Begrenzung bestimmter Sicherheits- und Überwachungsbefugnisse sowie die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände ein. Dieses Forderungen wird in der breiten Mehrheit als „Schwächung der Sicherheitsbehörden“ und als „Enteignungen“ bezeichnet.

Viele Kritiker erwarten von Friedrich Merz nun weniger politische Selbstbehauptung und mehr Konsequenz: eine schonungslose Analyse der Wahlniederlagen, konkrete Antworten auf die Probleme der Bevölkerung und gegebenenfalls eine Kurskorrektur. Einzelne CDU-Politiker fordern darüber hinaus seinen Rücktritt. Merz selbst will im Amt bleiben und an seinem Reformkurs festhalten.

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